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Histaminintoleranz: Das Zünglein an der Waage?

Kopfschmerzen, Ekzeme, Magen-Darm-Beschwerden und vieles mehr – eine Histaminintoleranz hat verschiedene Gesichter. Bei einigen Menschen beeinflussen die Reaktionen auf das überschüssige Histamin sogar das Körpergewicht. Doch wie kommt es eigentlich zu Gewichtsproblemen im Zusammenhang mit einer Histaminintoleranz und wie können Betroffene vorbeugen? Wir erklären Dir, wie Du die Waage trotz Histaminunverträglichkeit im Zaum hältst.

Hat eine Histaminintoleranz Einfluss auf unser Gewicht?

Das Körpergewicht fällt sehr individuell aus und ist von unterschiedlichen Faktoren abhängig. Neben der Genetik, dem Stoffwechsel und hormonellen Einflüssen spielen natürlich auch die Kalorienaufnahme und der Kalorienverbrauch eine Rolle. Als wäre das nicht genug, können die Darmflora, Stress, das Alter und vorliegende Erkrankungen einen gewissen Einfluss ausüben. Auch Histamin ist mit Blick auf das Körpergewicht interessant, denn es hilft dabei, den Appetit zu regulieren. Studien deuten darauf hin, dass der Botenstoff als Vermittler für die Leptinwirkung dient – Leptin signalisiert Deinem Körper, dass er satt ist. Wer sich dauerhaft fettreich ernährt, riskiert nicht nur Übergewicht, sondern auch eine Leptinresistenz, dabei reagiert der Organismus nicht mehr richtig auf das Sättigungssignal. Histamin wiederum kann diese ungünstige Entwicklung Untersuchungen zufolge ausbremsen. Somit ist Histamin scheinbar wichtig für die Regulierung des Körpergewichts. Doch wie sieht es mit einer Histaminintoleranz aus – sind Gewichtsprobleme hier ein Thema? Tatsächlich ja, denn Personen, bei denen es durch einen Enzymmangel, durch histaminbildende Bakterien in der Darmflora oder durch histaminreiche Lebensmittel zu einem hohen Histaminspiegel kommt, können durchaus ungewollt abnehmen oder zunehmen.

Warum kann eine Histaminintoleranz zur Gewichtszunahme führen?

Viel hilft nicht unbedingt viel – das gilt ebenfalls bei Histamin. Auch wenn Histamin über die Leptinwirkung offenbar eine wichtige Funktion erfüllt, heißt das nicht, dass ein vermehrtes Vorkommen automatisch schlank macht. Wenn Du unter einer Histaminintoleranz zunimmst, kann das an Wassereinlagerungen liegen – einem Begleitsymptom, über das viele Betroffene berichten. Ein weiterer Grund für die Gewichtszunahme kann eine unausgewogene Ernährung sein – vielleicht verzichtest auch Du auf viele Lebensmittel und ernährst Dich einseitig, um möglichen Beschwerden aus dem Weg zu gehen?

Gewichtsabnahme durch Histaminintoleranz – auch das ist möglich

Bei einer Histaminintoleranz kannst Du ein ganzes Bündel an Symptomen entwickeln. Viele davon können zu einem Gewichtsverlust führen. So berichten Mediziner durchaus über Patienten mit einer Histaminintoleranz, bei denen, aufgrund des deutlichen Untergewichts, zunächst der Verdacht der Magersucht im Raum stand. Nach zahlreichen Untersuchungen und einer Ernährungsumstellung zeigte sich jedoch, dass die mit der Unverträglichkeit verbundenen Beschwerden die ungewollte Gewichtsabnahme verursachten. Das können mehrmals am Tag stattfindende breiige Stühle, Übelkeit oder Durchfall sein. Betroffenen vergeht zudem bei Symptomen wie Völlegefühl, krampfartigen Bauchschmerzen oder Kopfschmerzen oft der Appetit. Die Gewichtsprobleme bei einer Histaminintoleranz sind also nicht direkt auf das überschüssige Histamin zurückzuführen, sondern auf die entsprechenden Beschwerden – das gilt sowohl bei Untergewicht als auch bei Übergewicht.

histaminintoleranz-symptome

Infografik: Symptome bei Histaminintoleranz

Histaminintoleranz: So beugst Du Gewichtsproblemen vor

Gewichtsschwankungen oder gar Gewichtsprobleme sind bei einer Histaminintoleranz nicht selten. So beugst Du vor:

  • Informiere Dich: Wenn Du eine Histaminintoleranz besitzt, ist es besonders wichtig, dass Du Dich mit Deiner Ernährung auseinandersetzt. Informiere dich über histaminreiche und histaminarme Lebensmittel, über empfehlenswerte Rezepte und grundsätzlich über Geheimtipps bei einer Histaminintoleranz.
  • Beobachte Deinen Körper: Auch bei einer bestehenden Histaminintoleranz solltest Du ein gesundes Körpergefühl beibehalten – lege nicht jedes Gramm auf die Goldwaage, aber beobachte, ob Du ungewöhnlich viel zu- oder abnimmst. Das kann auch ein Hinweis auf andere gesundheitliche Probleme sein.
  • Führe ein Ernährungstagebuch: Um herauszufinden, welche Lebensmittel Beschwerden und damit Gewichtsprobleme auslösen können, kannst Du ein Ernährungstagebuch führen. Am besten schränkst Du Dich nicht mehr als unbedingt nötig ein, denn das verkompliziert Deine Ernährungsgewohnheiten. Ein guter Tipp sind die Empfehlungen der Schweizerischen Interessengemeinschaft für Histamin-Intoleranz. Die SIGHI unterscheidet vier verschiedene Kategorien: 0 und 1 für histaminarm und 2 und 3 für histaminreich. Bei vielen Lebensmitteln, wie Birnen, musst Du Deine individuelle Toleranzgrenze erkunden.

Das Wichtigste kurz zusammengefasst

Gewichtsprobleme und eine Histaminintoleranz können durchaus zusammenhängen, doch anders als gedacht. Das Histamin führt hier nicht direkt zu ungewollten Schwankungen, stattdessen sind Beschwerden wie Durchfall, Bauchkrämpfe oder Übelkeit für Überraschen auf der Waage verantwortlich. Um sowohl Übergewicht als auch Untergewicht zu vermeiden, beobachtest Du am besten Deine Körpersignale und beschäftigst Dich intensiv mit einer histaminarmen Ernährung.

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